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Imitation

Mechanismen eines kulturellen Prinzips im Mittelalter


Darstellung des sog. Kinderbischofs. Bamberg, 16. Jh. (HV.Msc.476, fol. 251v).
Das Volldigitalisat der Handschrift ist hier zu finden.

Projektbeschreibung

Das Netzwerk adressiert die Imitation im Sinne eines Akts bewusster Nachahmung von Personen und Gegenständen, Handlungen und Vorstellungen als omnipräsentes Orientierungs-, Verhaltens- und Erziehungsmuster des christlichen Mittelalters und versteht sie damit als kulturtragendes Prinzip der europäischen Gesellschaft. Über die gemeinsame Analyse der Erscheinungs- und Wirkungsformen dieses Prinzips verbindet das Netzwerk aktuelle Forschungsprojekte zu programmatisch-konzeptionellen Imitationen in Architektur, Text und Ritual. Es entsteht ein dynamischer, multidisziplinärer Forschungsverbund, dessen Methode es ermöglicht, nicht nur die über Eigen- und Fremdwahrnehmungen greifbare Qualität der Nachahmungen in deren moralischen, sozialen, rechtlichen, politischen, theologischen und künstlerisch-kreativen Dimensionen erstmals empirisch zu erheben. Zugleich werden die Einzelergebnisse in und zwischen den Lebensbereichen des Mittelalters begrifflich wie inhaltlich vergleichend zusammengeführt und historisch ausgewertet.

Durch das Prisma des noch nicht interdisziplinär angegangenen Schlüsselphänomens der Imitation möchte das Netzwerk einen faszinierend anderen Blick auf die Kultur des Mittelalters anbieten. Indem es seine Ergebnisse beifolgend mit den Positionsbestimmungen in heutigen Debatten um die Spannungsfelder aus Tradition und Innovation, Authentizität und Plagiarismus abgleicht, verfügt das Netzwerk über eine hochgradige Aktualität und Anschlussfähigkeit an moderne gesellschaftspolitische Diskussionen.

Der von sechs Workshops geprägten Netzwerkarbeit internationalen Zuschnitts sollen eine Quellenanthologie, zwei thematische Zeitschriften-Bände sowie weitere Einzelstudien der Teilnehmenden in einschlägigen Fachzeitschriften erwachsen.

 
     

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